DB-Tuning unter DB2 for z/OS Version 7

 

In Zeiten, in denen die Budgets klein, die Ansprüche an die IT jedoch ungebrochen hoch sind, versuchen viele IT- und Fachabteilungen (endlich) dort zu sparen, wo die Sparpotentiale noch vorhanden sind – bei den laufenden Applikationen. Weniger CPU-Zeit, weniger I/O’s und weniger Verweilzeit in den Systemen sind wieder einmal gefragt.

Quelle: IBM

Kostenfrei freilich sind solche Ziele nicht zu realisieren. Nicht zuletzt, weil die hierfür erforderlichen, erfahrenen DB2-Spezialisten Geld kosten und Tuning als Aufgabe insgesamt nicht trivial ist. Potentiale, um Tuningerfolge zu erzielen, gibt es viele. Sie sind laut IBM-Untersuchung bei einem DB-System wie DB2 wie in der Grafik dargestellt verteilt:

Generelle Fehler, die gemacht werden:

1.     Es wird nicht dort angesetzt, wo das höchste Tuningpotential existiert: bei den Applikationen

2.     Ein System wird nur punktuell und nicht „flächendeckend“ analysiert

3.     Es wird nicht (vorher) festgelegt, was durch Tuning primär erreicht werden soll

Ein Beispiel:

Bei einem Kunden sollte die „Preisfindung“ für die gesamte Produktpalette neu entwickelt werden.

Dazu mussten ca. 12.000 bis 17.000 Preisblätter pro Tag erstellt werden. Alle Daten lagen auf DB2 V7, die Transaktionen liefen im CICS; getriggert vom Produktionsablauf: wurde ein neues Produkt vom Band gelassen, sollte zeitnah ein Preisblatt erstellt werden. – Der Haken: Die Erstellung eines Preisblattes dauerte wegen der Komplexität von Programm- und Datenstruktur ca. 12 Minuten(!). – In 24 Stunden war die Arbeit also nicht zu schaffen.

Wir haben durch

·         Massnahmen an der Datenstruktur und

·         Massnahmen am Programm

diese Transaktion in 6 (!) Manntagen auf eine durchschnittliche „elapsed time“ von 0,8 Sekunden gebracht.

 

An diesem Beispiel kann man erahnen, dass effizientes Design von DB2-Datenstruktur und Anwendung einen potenzierten Mehrwert enthalten können. Dazu braucht man Erfahrung und profunde Kenntnisse des DB-Systems , kombiniert mit Wissen über Entwicklungstechniken und Projektaufgaben.